BIOGRAPHY
Als eine der profiliertesten griechischen Flötistinnen gilt die in Stuttgart und Athen lebende Natalia Gerakis. Als Solistin, Kammer- und Orchestermusikerin erhält sie Engagements in ganz Deutschland und Griechenland. Außerdem tritt sie häufig in zahlreichen Ländern Europas, Asiens, Afrikas und Südamerikas auf. Sie weist ein breit gefächertes und abwechslungsreiches Repertoire vor. Mit ihren lebendigen, stilsicheren und sehr persönlichen Interpretationen berührt und begeistert sie das Publikum.
Sie wurde Soloflötistin des Staatlichen Sinfonieorchesters Thessaloniki und arbeitete u.a. mit dem Staatlichen Sinfonieorchester Athen, der Athener Camerata, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und der Staatsoper Stuttgart (Kammertheater) zusammen. Sie wurde zudem Soloflötistin des Orchestre des Jeunes de la Méditerranée (Marseille, FR) und Stipendiatin des Ensemble Modern Frankfurt (Paxos Festival, GR).
Als Solistin hat sie Werke von A. Vivaldi, G.Ph. Telemann, J.S. Bach, C.Ph.E. Bach, W.A. Mozart, G. Bizet, F. Borne, M. Arnold, A. Ginastera, A. Márquez, J.A. Merino, F. Poulenc, J. Ibert, K. Rothaupt, G. Kalodiki u.a. mit dem Bosch-Sinfonieorchester Stuttgart, dem Akademischen Orchester der Universität Stuttgart, dem Staatlichen Sinfonieorchester Thessaloniki, der Athener Academica, dem Athener Philharmonia Orchester, dem Jugend-Sinfonieorchester Athen, dem Kammerorchester Sinfonietta Chania (Kreta) und dem Orchester der Universidad Mayor Santiago de Chile aufgeführt.
Rundfunkaufnahmen entstanden beim Bayerischen Rundfunk und beim Griechischen Rundfunk und Fernsehen. Die CD Terra e Aria mit Werken für Flöte und Harfe erschien bei der deutschen Plattenfirma Spektral Records. Das CD-Buch CLAUDE DEBUSSY – la musique à moi wurde bei der griechischen Plattenfirma Utopia und dem Verlag Mikri Arktos veröffentlicht. Für die Griechische Kulturstiftung hat sie das CD-Buch Opus Alexandrinum – Die musikalische Aktivität der Griechen in Alexandria ad Aegyptum aufgenommen und verfasst.
Natalia Gerakis liebt es, mit passionierten und motivierten Musikerinnen zusammenzuarbeiten. Ihr Engagement und ihre Erfolg im Unterricht machen sie zu einer anerkannten Lehrerin und gefragten Dozentin bei internationalen Meisterkursen (Adams European Flute Center Meisterkurse/Niederlande, Internationales Forum für Flöte und Klavier/Luxemburg, Springiersbacher Meisterkurse/DE, Instrumentalkurse des Deutschen Tonkünstlerverbandes/DE, Meisterkurse der Camerata Europaea Academy/GR, Flötendidaktik- und Methodikkurse am Athener Konservatorium/GR, Meisterkurse der Griechischen Musikbibliothek ‘Lilian Voudouri’ /GR, MAAKSS-Internationale Meisterkurse der Anargyrios und Korgialenios Schule Spetses/GR, Internationale Meisterkurse des Chios Blasorchesters/GR, Kurse der Alliance Française Lusaka/Sambia, Meisterkurse der Universidad Mayor Santiago/Chile) sowie Jurorin bei Wettbewerben (Internationaler Bodensee-Musikwettbewerb, Internationaler Aschaffenburg-Wettbewerb für Kammermusik mit Gitarre, Wettbewerb der Deutschen Gesellschaft für Flöte Frankfurt, Kammermusikwettbewerb der Internationalen Messe Thessaloniki).
Sie ist Professorin für Flöte am historischen Athener Konservatorium. Darüber hinaus unterrichtete sie Methodik und Didaktik für Flöte an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. An der Musikfakultät der Nationalen Universität Athen unterrichtete sie Flöte im Masterstudiengang.
Ihr Examen legte sie am Pariser Konservatorium ‘Nadia & Lili Boulanger’, in der Klasse von Geneviève Amar und Vicens Prats, mit dem Premier ‘Prix de la Ville de Paris’ ab. Als Stipendiatin des griechischen Staates setzte sie ihr Studium an der Musikhochschule Stuttgart in der Klasse von Prof. Jean-Claude Gérard fort. Zudem wurde ihr ein Stipendium der Alexander S. Onassis-Stiftung verliehen (nicht angenommen).
Natalia Gerakis ist Doktorandin am Fachbereich Musikstudien der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen und promoviert zum Thema „Die Musik von Tōru Takemitsu zwischen japanischer Tradition und westlicher Avantgarde – Εin ästhetischer Ansatz zu seinen Werken für Flöte“.
Ihre Tätigkeit erstreckt sich darüber hinaus auf die Bereiche der Musikforschung, der Musikästhetik und der Kulturwissenschaften. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in der japanischen Musik der Nachkriegszeit und der Gegenwart, der Rolle der Flöte im japanischen Nō-Theater, der antiken und modernen Kultur Alexandrias, der musikalischen Tätigkeit der Griechen in Ägypten in der Neuzeit sowie dem Repertoire griechischer Komponisten für Flöte. Sie hat mit Vorträgen und Lecture-Performances an musikwissenschaftlichen Konferenzen und Fachtagungen teilgenommen, die von der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen, der Aristoteles-Universität Thessaloniki, der Universität Ioannina sowie dem Kardamyli Zentrum für Musikstudien veranstaltet wurden.